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Inhaltsverzeichnis

Public Relations

Frapedia ist ein Bürgerprojekt von engagierten Bürgern für Bürger. Wirtschaftsunternehmen stehen für die Öffentlichkeitsarbeit Public Relationship (PR) Organisationen, d.h. Organisationen zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.

Ziele der Öffentlichkeitsarbeit

Die Ziele der Öffentlichkeitsarbeit sind[1]:

Das Hauptziel der externen Public Relation ist der strategische Aufbau einer Beziehung zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Institutionen, Parteien einerseits und Kunden, Lieferanten, Aktionären, Arbeitnehmern, Spendern, Wählern anderseits um Sympathie und Verständnis dieser Gruppen gegenüber dem Unternehmen zu erzeugen. Dazu gehört die Gewinnung von Meinungsführern (Lobbyismus), die Okkupation von Begriffen (Wording), d. h. um die Bereitstellung eines Katalogs an Euphemismen, deren Nutzung den Aufbau eines konsistenten Bildes in der Öffentlichkeit fördern soll. Ein weiteres Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist der Ausbau des Bekanntheitsgrads eines Unternehmens (etwa durch Lobbyismus). Hauptaufgabe der internen Public Relation ist der Aufbau einer Corporate Culture und eines Corporate Image. Dabei werden als Einzelfunktionen (nicht unbedingt systematisch ausgefeilt) die Informations-, Kontakt-, Image-, Harmonisierungs-, Stabilisierungs-, Absatzförderungs-, Kontinuitäts-, Balance- und Sozialfunktion unterschieden. Anlässe sind etwa die Einführung neuer Produkte auf den Markt, Personalveränderungen, Jubiläen, Jahresabschlüsse, Aufnahme neuer Beziehungen, das soziale Engagement, wichtige Besuche und Krisenkommunikation.

Kräfteverhältnisse

Das Budget der Fraport für Öffentlichkeitsarbeit beträgt 15.7 Millionen Euro[2]. Aus diesem Etat wurden so zweifelhafte Agenturen wie Burson Marsteller finanziert, s. Pressemitteilung der FAG. Naturgemäß verfügen Freie Bürger nicht über derartige Etats und sind auf Eigenengagement angewiesen.

Dieter Weirich

Dieter Weirich war von 2004 bis 2010 Leiter der Unternehmenskommunikation der Fraport AG, die neben der internen und externen Kommunikation auch das Sponsoring, Lobbying und den Besucherservice umfasste. [3] Als freier Medien- und Kommunikationsberater für den Vorstand der Fraport AG war er bereits ab 2001 tätig. [4] Weirich hat maßgeblich die PR-Strategie zum Bau der neuen Landebahn entwickelt. [5] Er ist Schöpfer des Begriffs „Frankfurter Flughafen als Wirtschafts- und Jobmotor der Region“. Zurzeit schreibt er für die Frankfurter Neue Presse (FNP) die wöchentliche Gast-Kolumne: Weirich am Freitag [6] Leider vergisst die FNP Woche für Woche die Tätigkeit bei der Fraport AG in seiner Biografie. Startfrei (Die Zeitung der Fraport AG für die Nachbarn des Frankfurter Flughafens) wird wie die FNP von der Frankfurter Societäts-Medien GmbH herausgegeben. [7] Dieter Weirichs Sohn Christoph Weirich ist Pressesprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag und CDU Hessen. [8]

Dirk Metz

Dirk Metz war ehemaliger hessischer Regierungssprecher unter Roland Koch von 1999 bis 2010. Im Februar 2012 wurde bekannt, dass Metz die Fraport AG im Fluglärmstreit beraten soll. Er ist auf Krisenkommunikation spezialisiert. [9] Die hessische Landtagsabgerordntete Ursula Hammann bezeichnet Dirk Metz als „Scharfmacher“ und „Hauptverantwortlichen für den Wortbruch der schwarz-gelben Landesregierung beim Nachtflugverbot“. [10] Nach seinem Ausscheiden aus der hessischen Regierung 2010 hat er u. a. den damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus beraten, der die Landtagswahl im Frühjahr 2011 verlor. [11]

Presse

Die Presse ist naturgemäß Ziel der Lobbyarbeit von Fraport und der Luftverkehrswirtschaft.

Printmedien

Werbung in Parteizeitungen

Nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks vom 9.11.2012 hat der Flughafenbetreiber Fraport im vergangenen Jahr fast 70.000 Euro für Werbung in politischen Publikationen ausgegeben. Laut dem Unternehmen orientiert sich das Budget für solche Anzeigen an der Größe der Fraktionen im hessischen Landtag. Besonders profitiert hat demnach der „Hessen-Kurier“ der CDU. Der Parteienrechtsexperte der Universität Düsseldorf, Martin Morlok, bezeichnet diese Praxis als offenes Eingeständnis, dass es bei diesen Anzeigen eine versteckte Form der Parteienfinanzierung handelt. Das Parteigesetz verbiete aber ausdrücklich solche Zuwendungen von öffentlichen Unternehmen. Transparency Deutschland fordert ein Verbot dieser Art von Werbung. [12] Weiter äußerte Marco Kreuter in der „Hesssenschau kompakt“ den Verdacht, dass Fraport zu überteuerten Preisen Anzeigen im „Hessen-Kurier“ der CDU kaufte. Damit handele es sich nicht um Sponsoring, sondern um illegale Parteienfinanzierung. [13]

Rundfunk

Jüngstes Beispiel von Lobbyarbeit waren zweifelhafte Werbespots für die Ja-zu-Fra-Kampagne der Fraport in der Rundfunkwerbung.

Frapedia als Projekt der Aufklärung

Kommentar!

Der bezahlten Öffentlichkeitsarbeit setzt die Bürgergesellschaft das ehrenamtliche unbezahlte Engagement von Freiwilligen entgegen: Frapedia! Dieses ist umso wichtiger, als die engen Verflechtungen der Stadt Frankfurt, der Hessischen Landesregierung und der Fraport AG (Hessen & Frankfurt gehören mehr als 50 % der Fraport AG) eine unabhängige, objektive Analyse, Bewertung und Kommunikation des wirtschaftlichen Nutzens und der Belastungen durch den Flughafen gegenüber der Bevölkerung nicht wahrscheinlich erscheinen lassen. Zu groß ist das massive wirtschaftliche Interesse an dem Weiterbetrieb der Landebahn Nordwest und an der Expansionsstrategie durch Fraport mit Unterstützung durch Bund, Land und Kommunen.

Als Gegengewicht zu bezahlter Öffentlichkeitsarbeit und PR dokumentiert Frapedia auch Aufklärungs- und Informationsmaterial der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau und von unabhängigen Experten als Ausdrucksformen des Widerstands.

Siehe auch

Verflechtungen

Lobbyismus

Einzelnachweise

  1. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Öffentlichkeitsarbeit
  2. Die Herausforderungen meistern, Geschäftsbericht 2010, Fraport
  3. http://www.fraport.de/content/fraport-ag/de/presse_center/pressemeldungen/archiv/jahr2010/wechsel_in_der_fraport-unternehmenskommunikationjuergenharrerfol.html
  4. http://www.wallstreet-online.de/diskussion/816605-1-10/neuer-leiter-der-unternehmenskommunikation-bei-der-fraport-ag-dieter-weirich-uebernimmt-zum-1
  5. http://www.business-on.de/rhein-main/business-on-im-gespraech-mit-prof-dieter-weirich_id74.html
  6. http://www.fnp.de/fnp/nachrichten/politik/weirich-am-freitag-schiffbruechige-piraten_rmn01.c.10195074.de.html
  7. http://www.startfrei-online.de/impressum
  8. https://twitter.com/CDUWeirich
  9. http://www.airliners.de/management/koepfe/fraport-holt-metz-als-berater/26341
  10. Pressemitteilung von Ursula Hammann vom 6.12.2012
  11. http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/zur-person-xv4qtxzix--55661531.html
  12. Kritik an Werbung in Parteizeitungen, hr online, 9.11.2012, http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=77673&key=standard_document_46603273
  13. Illegale Parteispende von Fraport an CDU Hessen?!, Hessenschau kompakt vom 9.11.2012, http://youtu.be/TmMsEm5Zb9g, besonders nach Minute 3:07
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